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Home / Inhalte / Events - Artikel / 2. International Computer Game Conference - Clash of Reality (2008)    

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2. International Computer Game Conference - Clash of Reality (2008)
Zum zweiten Mal veranstaltete Electronic Arts Deutschland zusammen mit der Fachhochschule Köln die Internationale Computer Gaming Konferenz. Hier wurde eine Plattform geschaffen, die es Vertretern unterschiedlichster Fachrichtungen ermöglicht, einen Erfahrungsaustausch zu betreiben. Als Teilnehmer wurden aber nicht nur Forscher aus aller Welt erwartet, sondern auch Politiker, Journalisten, Verbandsvertreter, Pädagogen und interessierte Laien. Da ich mich zu den interessierten Laien zähle, beschloss ich, zumindest an einem Tag die Konferenz zu besuchen.


C-o-R  Thumbnail


Eigentlich wollte ich schon der ersten Vorlesung beiwohnen, aber ich wollte den Tag ein wenig ruhiger angehen zu lassen. Schließlich hatte ich extra einen Tag Urlaub dafür geopfert. Aber wie es der Zufall so wollte, gab es auf der Autobahn einen Unfall und einen langen Stau. Nachdem ich dann endlich in Köln angekommen war, habe ich mir im größten Parkhaus Europas (direkt an den Rheinufern entsteht ein 13 Stockwerke tiefes Parkhaus) einen Parkplatz gesucht. Von dort aus war es noch knapp ein Kilometer bis zur Fachhochschule Köln. Dort angekommen war ich erst einmal ein wenig ratlos. Nirgendwo ein Schild oder eine Tafel. Auf Nachfrage beim Pförtner erfuhr ich, dass ich mich im falsche Gebäude befand. Auf der Straße traf ich dann noch eine Professorin aus Dortmund, die auch nicht genau wusste, wo sie hin sollte. Nach einem kleinen Fußmarsch fanden wir endlich das richtige Gebäude und den Empfang. Dort wurden wir sehr freundlich empfangen und nach einer Anmeldung erhielten wir unsere Unterlagen.


Die erste Vorlesung, der ich noch 30 Minuten Gehör schenken durfte, wurde von Jun.-Prof. Dr. Rolf F. Nohr (Hochschule für Bildende Künste Braunschweig) gehalten.

Thema:
„Handlungsanweisungen für Siegertypen. Diskurse des Strategischen“.

Leider war diese Vorlesung für mich als Laien doch sehr hochtrabend, so dass ich zwar dem Sinn hinter dem Ganzen folgen konnte, aber leider seinen Ausführungen nicht so ganz. Konsens des ganzen war z.B. dass Leute die Strategieaufbauspiele spielen (z.B. C&C) später Vorteile im Job haben können, da sie Firmenabläufe besser und schneller verstehen. Die nächste Vorlesung wurde von Jun.-Prof. Dr. Natascha Adamowsky (Humboldt-Universität zu Berlin) gehalten.

Thema:
„Zwischen Medienkunst und Computerspiel – medienästhetische Überlegungen zur Verschränkung von virtuellen und realen Räumen“

Hier ging es hauptsächlich um Kunstprojekte bei denen spielerische Akzente im Vordergrund stehen. So hat eine Gruppe von Leuten in den Straßen von New York den Spiele Klassiker Pac-Man in XXL nachgespielt.

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Die nächste Vorlesung wurde von Dr. Britta Neitzel (Universität Siegen) geführt.

Thema:
„Das Computerspiel als Leitmedium des 21. Jahrhunderts“.

Hierbei ging es als erstes um die Definition des Themas Leitmedium und später um Rollenspiele. Der Unterschied zwischen einem Kind das Auto spielt, und hupend und brummend durch die Wohnung läuft und einem Avartar im „Second Life“ wurde deutlich gemacht. Hier sagt das Spiel nach der Avatar Erstellung „Du siehst gut aus“. Dabei entsteht nun der Unterschied. Das Programm kann ja nicht sehen,wer vor dem Rechner sitzt und ob er vielleicht entstellt ist. Eigentlich müsste es „ES sieht gut aus“ heißen, aber das würde den Bezug zwischen Avatar und Spieler zerstören. Aber z.B. auch der Papierkorb auf dem Desktop spielt ein Rollenspiel. Er stellt etwas dar, was wir aus dem realen Leben kennen. Er verhält sich auch so wie der Mülleimer, der neben dem Schreibtisch steht, aber ganz nüchtern betrachtet ist er natürlich nichts von all dem.

Meine letzte Vorlesung an diesem Tag wurde abgehalten von Dr. Silvia Kratzer (Universität Augsburg).


Das Thema war hier:
„Pathologische Internetnutzung als Begleiterscheinung psychischer Störungen. Eine klinische Studie“

Hierbei wurden Leute untersucht, die an „Internetsucht“ leiden und ob diese als psychische Störung Gültigkeit hat. Die befragten Personen zeigten dabei sehr typische Verhaltensmuster und oft wurden gleich mehrere Störungen festgestellt. So entwickelt sich oftmals aus einer Internetsucht eine Vereinsamung und damit dann eine Depression.


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Natürlich könnte ich noch einige Punkte weiter ausführen, das würde aber dann auch den Rahmen sprengen. Alles in allem war es eine sehr interessante Veranstaltung und wenn es mir möglich ist, werde ich 2010 bei der 3. International Computer Game Conference dabei sein.

Weiter Bilder findet Ihr HIER

Erstellt ... 11.03.2008
Autor ... Ad@m Bomb
Hits ... 941
Kommentare ... 5

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KateBush

#4055 · Höhlchen · 11.03.2008 15:04


Interessante Beiträge dabei. Dass die New Yorker schon immer ein bisschen verrückt waren, wussten wir ja schon. ;-)

Lissy

#4056 · Lissy · 11.03.2008 16:18


Wow wirklich interessante Themen. Mal einen Frage dazu. Kann man Ergebnisse dazu, wo nachlesen Ad@m Bomb? Ich verlinke mal deinen Bericht. ;-)

Pepinio

#4057 · Pepinio · 11.03.2008 19:17


„Pathologische Internetnutzung ... dazu hätte ich gerne ausführlichere Infos gehabt...

Ad@m Bomb

#4103 · Ad@m Bomb · 13.03.2008 09:26


@Pepino:
Einfach mal nach Dr. Silvia Kratzer googeln. Sie ist die einzige die eine aussagefähige Untersuchung in den letzten Jahren gemacht hat.

nuclearboy

#4343 · nuclearboy · 29.03.2008 13:30


"Pathologische Internetnutzung"
Klingt für mich nach einer im Internet surfenden Leiche!

Das mit dem Vergleich zwischen Auto-Kind und Second Life ist auch ziemlich interessant!

"Konsens des ganzen war z.B. dass Leute die Strategieaufbauspiele spielen (z.B. C&C) später Vorteile im Job haben können, da sie Firmenabläufe besser und schneller verstehen." Endlich mal etwas zum Thema Computerspiele bei dem die Spieler nicht als potentielle Amokläufer dargestellt wurden. Leider wird SOWAS NICHT im Fernsehen gezeigt/erwähnt!




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