Tja, was sollte man zum Horror Survival Weltraum Shooter DEAD SPACE wohl noch sagen? Hmm..ach ja: Unbedingt spielen!! Nachdem wir uns leider ohne Schwerkraftstiefel, bei normaler Bodenhaftung und ohne die Chance, eben mal die anderen Spieler am EA Stand der GC08 in Stase zu versetzen an die Playstation herangeschoben hatten, genügte ein Augenblick der Unachtsamkeit unseres Nebenmannes, selbst die Kontrolle über das heiß begehrte Shockerspiel, bzw über den Protagonisten Isaac Clarke zu übernehmen. Was wir mit den Necromorphs, in der Schwerelosigkeit und mit angstzitternden Händen erlebten, lest ihr im Folgenden!
Einleitend möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass zum Start des Spiels ein weitreichendes Tutorial in die Bedienung einweist. In Szene gesetzt wird dies mit der Landung eures Vehikels in einer Docking-Bay der Ishimura, einem ersten Angriff durch Necromorphs (welchem ihr zunächst ohne Waffen entkommen müsst) und dem Auffinden eures Laserschneiders. Auch wird euch im - so gesehenen "Prolog" - auch das Inventar, ausführbare Tritte und Schläge und weitere wichtigen Dinge nahe gebracht.
Reparier das mal!
Die Story sollte allgemein bekannt sein: Der Planetcracker (= riesiges Minenschiff, welches ganze Planeten nach Rohstoffen ausweidet) USG Ishimura ist verstummt. Ihr sollt nachsehen was los ist und alles richten. Nebenbei so eben mal das Überleben der Menschheit. Erinnert ihr euch an die letzten Worte des Ingenieurs im Horrorfilm? "Ich geh das mal schnell reparieren...."
Von alle dem, außer dass die Ishimura nicht mehr funkt, erfahren wir erst mal nichts. Nach dem „andocken“ stehen wir in einer Röhre und unser Crewmember leitet uns vom Bergungschiff aus an, wie wir denn jetzt weiter vorgehen sollen. So weit, so bedrückend. Nachdem wir uns mit unserem Schneidlaser angefreundet und uns an die dann doch etwas ungewohnten Steuerung, bzw. die Sicht über die rechte Schulter im 3rd Person gewöhnt hatten (geht enorm schnell, wenn nicht laufend jemand aus der hinteren Reihe dazwischenquatscht...), ging es auch schon los. Noch ein kurzer Blick ins leere Inventar und ab die Post...äh...der Reparatur-Einzelkämpfer.
Aaaaaarghhh....!
Gleiches Schiff, nur einige Zeit später: Uns steh ein etwas deformiert Necromorph gegenüber. Dank der sehr detaillierten Grafik meinen wir noch einen Rest der Kleidung des ehemaligen Ishimura Crewmitglieds zu erkennen. Nah genug waren wir jedenfalls dran, denn das Vieh ist uns direkt aus einem das Schiff durchziehenden Lüftungsschacht ins Kreuz gesprungen. Nach einer kurzen Rangel-Sequenz (Man drückt hier in einem Minigame den A-Button) und nachdem wir dem Necro als Abschluss einen Tritt mit dem Stiefel verpasst haben - hat uns dies auch nichts genützt, denn wo einer ist, sind meist viele. Und da wir uns gerade in der Schwerelosigkeit befanden...naja...denkt euch euren Teil :D Wir waren gut beschäftigt und haben das Level ob unseres Erfolges gleich nochmals ausprobieren dürfen.
Töte das mal!
Die Gegnervielfalt, die wir in unserem kurzen Test antrafen war durchaus schon hoch. Neben den Standard-Gegner (Einem humanoiden, vier-Arme-mit-Klauen schwingenden Tunichtgut), welchen man mit einigen gezielten Schüssen seiner Gliedmaßen beraubt, gibt es auf jeden Fall weit gefährlichere Gegenüber. Viele verlangen von euch, dass ihr sie auf einem bestimmten Weg ausschaltet. So trafen wir eine Art lebende Bombe, die einen gelben, eitrigen Sack an einem Arm trägt, der gerne und mit Effekt explodiert. Es nützt hier also gar nichts, den Kopf abzutrennen, da euch im nächsten Moment das ganze Exemplar um die Ohren fliegt. Besser ist es, den Arm mit dem Beutel abzutrennen und per Telekinese (eines der „Standard-Features“ eures Reparaturanzuges) in eine Gegnermenge zu werfen.
Verlier dich nicht!
Insgesamt hätten wir sicher noch Stunden mit der ausgereiften, intuitiven Steuerung, dem originiell angepassten HUD (welches ja gar keines ist!) und den Missionen zubringen können. Das Prinzip mit Upgrade-Werkbänken, Kaufautomaten erinnert zwar ein wenig an BioShock – aber hey: Es passt optimal und sehr glaubwürdig in die Spielwelt von DEAD SPACE. Schließlich lauft ihr auf einem Schiff herum, das so groß ist wie eine Stadt und folglich auch ihre eigene Ökonomie hatte.
Apropos „groß“. Neben nahezu gigantischen Necromorphs (Meist zwischen oder Endgegner) ist natürlich auch die Szenerie fast unüberschaubar. Das sollte euch jedoch nicht weiter stören. In unserem Test war immer klar, was als nächstes zu erledigen ist. Auch wenn wir den Eindruck hatten, als ob es möglich wäre eine Aufgabe auf mehreren Wegen zu lösen, so kommt ihr um Feindkontakt nicht herum. Ein Schleichshooter im Weltraum – das ist DEAD SPACE ganz sicher nicht.
Spielen und fürchten!
Als Fazit kann man hier eigentlich nur sagen: Es geht nichts über selbst spielen – und haltet euch genügend Handtücher für schweißnasse Hände bereit und informiert eure Nachbarn, wenn ihr spielt. Eure Schreckensschreie im dunklen Zimmer werden deutlich lauter ausfallen, als noch zu Doom 3 Zeiten.... Ansonsten dürft ihr euch auf ein heißkaltes Halloween freuen!
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