Wer Fußball liebt und bisher erfolgreich dem Next Gen-Hype der Consoleros widerstand, wirft dieses Jahr natürlich einen besonders interessierten Blick auf die PC-Version des kommenden
FIFA 09, die ich mir gleich einmal zur Brust genommen habe. Um Volksnähe zu demonstrieren und meine ersten Eindrücke mit denen der schwitzenden Fangemeinde vergleichen zu können, stürzte ich mich in den noch kleinen Pulk vor den wenigen Rechnern, die zum Ausprobieren einladen ...
Wenig später - den äußerst zuvorkommenden Promotern sei Dank - klapperten meine Fingerchen über die Tastatur und scheuchten die Mannen des FC Liverpool durch die tobende Manege. Die gute Nachricht zuerst: Die Grafik hat definitiv dazugelernt. Speziell im Augenblick des Abstoßes, in dem wir dem Tormann glatt unter den Rock schauen könnten, ist die neue Struktur des Grases wunderbar zu erkennen. Alles wirkt zudem farbenfroher, farbintensiver und ebenfalls detaillierter.
Wöchentliche Updates
NBA Live 09 prahlte bereits vor ein paar Tagen, täglich neue Updates zu erfahren und damit eine dynamische Spieler-DNA zu generieren. Jeder Akteur auf dem Feld würde demnach täglich auf's Neue bewertet und dementsprechend eingestuft. Ähnlich läuft es auch in FIFA 09. Da gibt es für alle großen europäischen Ligen (Deutschland, Italien, England, Frankreich, Spanien) sowie Mexiko jeden Mittwoch neue Stärkebewertungen. Die werden, je nach Tendenz, grün (aufsteigend), gelb (bleibend) und rot (fallend) eingefärbt, so dass ein jeder auf den ersten Blick erkennen kann, ob die Formkurve fällt oder steigt.
Da ich die Kontrolle über den FC Liverpool übernahm, zeigte sich Steven Gerrard mit einer grünen 93. Das ist ohnehin schon mehr, als jeder Star im Vorgänger auf die Waage brachte. Und grün bedeutet, es geht noch höher ...
Intuitive Steuerung mit Maus und Tastatur
Das ist neu: In FIFA 09 wird die Rasenakrobatik auch via Maus und Tastatur steuerbar sein. Klingt nicht nur ungewöhnlich, ist es auch. Als ich nach einer fünf-sekündigen Einweisung das Kommando übernahm, vergaß ich erst einmal, dass man mit der Maus nicht nur passt und schießt, sondern auch die Richtung angeben muss, in die es gehen soll. Der Spieler selbst lässt sich über die WASD-Tasten bewegen. Wer schon einmal einen Shooter gespielt hat, stellt sich darauf fix ein.
Die dadurch verursachte Ecke zog jedenfalls sogleich das 0:1 nach sich. Danach flutschte es, salopp formuliert. Die Pässe kommen tatsächlich an, wenn man sich auf das Point und Klick-Adventure einlässt und mutig drauf losstürmt. Ruckizucki spazierten meine Spieler durch die gegnerische Abwehr (gepasst wird übrigens mit der linken Maustaste) und schossen auf's Tor (und zwar mit der rechten). Abgesehen davon, dass der Keeper den Ball sicher hielt und mein Stürmer meilenweit im Abseits stand, fühlte sich das toll an.
Nach den Systemvoraussetzungen forsche ich noch. Sobald sich dahingehend etwas ergibt, lasse ich es euch wissen.