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Left 4 Dead: Clansupport, Waffen, Ranking
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Left4Dead - Sieben infizierende Fakten aus zwei zombifizierten Interviews
 Vor einigen Tagen durften wir mit vielen anderen Pressevertretern in passend dekorierten Räumlichkeiten einen Blick auf den Stand des Horror-Coopshooters Left 4 Dead werfen. Natürlich haben wir uns die Gelegenheit zu einem Interview nicht entgehen lassen, da sowohl Doug Lombardi, seines Zeichens VALVE Pressechef als auch Chefentwickler Chet Faliszek vor Ort waren. Leider dürfen wir aktuell zunächst nur über allgemeine Dinge berichten. Da die Kollegen bei Eurogamer diese jedoch bereits in einem vierseitigen Interview detailliert ausgebreitet haben, nehmen sie es uns hoffentlich nicht übel, wenn wir hier unsere Add-Ins in die Zusammenfassung einfließen lassen, da diese größtenteils auch unseren Fragen entsprechen. Ein Interview-Zombie war geboren....
Eines vorweg für unsere Konsoleros: Lombardi bestätigte, dass es neben der PC-Version auch eine XBox 360 Fassung für Left 4 Dead geben wird. Hier nun aber die neuesten Allgemeininfos: - Was ändert sich an der Entwicklung durch die Aufnahme von Turtle Rock Studios in die VALVE Familie?
Ändern würde sich gar nichts, da die Zusammenarbeit schon seit langem sehr nahe verlaufe. Der Aufkauf sei daher sowas wie ein logischer Schritt gewesen.
Man hatte schon zu Counterstrike-Zeiten mit den damaligen Entwicklern von C&C Generäle Kontakt und ließ hierbei die KI von CS:Zero entwickeln. Da Michael Booth (Entwickler) aber nicht aus seinem sonnigen Kalifornieren weg wollte (grinsender O-Ton Lombardi), dauerte es noch eine Weile, bis TURTLE ROCK STUDIOS gegründet und später, nach mehreren Aufträgen, bei VALVE aufgenommen wurden. Man war die ganze Zeit in gutem Kontakt und arbeitete in verschiedenen Aufträgen zusammen.
- Kommt
Left 4 Dead in einer neuen "Box"?
Nein. Left 4 Dead sei umfangreich genug um eine "Single" zu werden. Eine neue Box sei im Moment auch nicht geplant. Die besondere Konstellation der Orange-Box sei es gewesen, dass die drei Titel Half-Life 2: Episode 2, Portal und Team Fortress 2 zur gleichen Zeit in ihre finale Phase gingen und kein Spiel davon einen Vollpreistitel rechtfertigte. Daher ergriff man die Chance und die ORANGE-BOX wurde geboren.
- Der Umfang von
Left 4 Dead: Erweiterungen geplant?
JA! Ausgeliefert wird das Spiel mit vier Kampagnen à fünf Maps mit jeweils zirka einer bis eineinhalb Stunden Spielzeit. Um das Repertoire aufzustocken, wird man nach dem Erstrelease weitere Levels und Spielinhalte nachreichen.
- Überlebende vs. Infizierte Bossmonster: Gewollte Unbalance!
Wie bekannt, gibt es in Left 4 Dead zwei spielbare Seiten mit je maximal vier menschlichen Spielern.
Auf der einen die vier Überlebenden. Dieser Teil des Spiels wäre schon sehr weit fortgeschritten, so Lombardi. Auf der anderen, der "dunklen" Seite, finden sich die Infizierten-Bossmonster, die ebenfalls von je einem Spieler übernommen werden können. Hierbei, so der VALVE-Pressechef, würde aktuell erst das Grundgerüst stehen. Ziel sei es aber, dass die Bossinfizierten nicht als gleichwertige Partei etabliert würden. So sei es deren Hauptaufgabe, den Survivors das Spiel "zu vermiesen", sie "aufzuhalten" oder ganz vom Weg abzubringen. Diese Variante wird eine sehr viel längere Lernkurve erhalten und hauptsächlich von den erfahreneren Spielern als Bonus genutzt werden, die sich ihre Sporen als Überlebende schon mehrfach verdient haben. Die Boss-Infizierten müssen wesentlich gezielter eingesetzt werden und es gehöre, laut Chefentwickler Chet Faliszek, auch etwas Planung und Absprache dazu. Mit dem simplen voran-rennen solle man absichtlich nicht weit kommen.
Zum KI-System wurde noch nicht viel gesagt. Bekannt war bisher, dass der Computer fehlende Kameraden auf der Survivor-Seite übernehmen würde. Die infizierten Horden sind ganz KI-gesteuert und würden vom "KI-Director" situationsbedingt losgeschickt. So soll ein Abschnitt sich nie 2x gleich spielen.
Dank dem KI-System könne man jedoch auch als einzelner Infected-Boss gegen ein KI-Survivor Team antreten. Gearbeitet wird aktuell noch am Boss-Spawn System und an den Eigenschaften der Monster, so Faliszek.
- Ranking für
Left 4 Dead ?
Ein Ranking sei nicht direkt angedacht, dennoch soll es eine Art Rangliste geben, auf welcher man sehen könne, wie gut ein Spieler abschneide. Bislang gibt das System schon die Kills und den verursachten Schaden (= Wertungseinheit für die Boss-Infizierten) aus.
Zusätzlich arbeite man laut Lombardi an einer Art Lobby in welcher man erkennen könne, wie gut denn die Spieler sind, die sich auf dem Server befinden. Man möchte hiermit eine Möglichkeit geben, dem eigenen Skill entsprechend die richtige Begleitung zu wählen. Schließlich funktioniere das Spiel nur über eine gute Coop-Zusammenarbeit.
Diese Lobby sei eine der wichtigsten Aufgaben bis zur Fertigstellung des Spiels, da man hierbei das schon mit Team Fortress 2 begonnene System erfolgreich erweitern möchte.
- Keine Klassen und nur wenige Waffen...langweilig?
In der Tat habe man im Vorfeld mit verschiedenen Klassen experimentiert (z.B. Zoey als Medic), die sei aber schnell eintönig geworden. Ohne diese künstliche Sortierung spiele man viel dynamischer und es mache bei nur vier Spielern einfach keinen Sinn, feste Klassen zu installieren. So könne nun jeder selbst entscheiden, ob er lieber die Pumpgun oder die Sniperrifle nutzt und ob er sich noch ein Medicpack oder eine Rohrbombe einsteckt.
Ein Punkt bei dieser Überlegung war auch, dass beim Ausfall einer "Klasse" das Level nicht mehr wie gedacht zu Ende gespielt werden konnte - was auf die Stimmung drückt und was man mit dem neuen System umgeht.
Wie mehrfach erwähnt, sollen Post-Release Updates die Spielerfahrung um neue Inhalte vergrößern. Ob hier auch neue Gegnerklassen oder Waffen vertreten sein werden, konnten wir leider nicht in Erfahrung bringen.
- Einer für alle.... Clansupport?
Bei Betrachtung eines neuen Titels, der wie Left 4 Dead aufgebaut ist, folgt quasi zwingend eine Frage nach dem möglichen Clansupport oder der eSport-Tauglichkeit. Wird man z.B. als festes Team von Überlebenden oder Boss-Infizierten auf einen Server Joinen können? Gibt es sowas wie "Reservierungen" für solche Gruppen? Nun, sowas müsse man wohl noch einbauen, so der grinsende Kommentar von Lombardi.
Das weitere Interview dreht sich bei EuroGamer noch um die neu bekannt gegebene Middelware STEAMWORKS.
Man sehe natürlich dem Zuwachs an Steam-Accounts positiv entgegen, vielmehr sei das Argument aber, aus STEAM mehr zu machen als eine reine Onlinevertriebsplattform. Vor allem die Entwickler könnten sich rein auf ihre Arbeit konzentrieren, was im Ende allen Spielern zu Gute kommen würde. Auch gäbe es keinen Masterplan für das Tool. Es wird einfach erweitert, wenn neue Funktionen benötigt würden. Auf die Frage, ob STEAM das "XBox LIVE hinter dem PC" werden soll, antwortet Lombardi, dass Gabe Newell immer versuche, einen Schritt weiter zu denken. Bejat wird die Frage nicht, aber auch nicht verneint.
Zum Abschluss lässt uns der Pressechef nochmals hinter die Kulissen von VALVE blicken. Auf die Frage, wann sich VALVE denn als Entwickler zurückziehen könne, antwortet er: Zitat: Trotz der gewaltigen Fortschritte, die die Plattform in den letzten Jahre gemacht hat, verkaufen wir noch viel zu viele eigene Spiele, um die Produktion aufzugeben. In manchen Ländern wie Deutschland liegt der Faktor Steam zu Handel bei 1:8 und Spiele von anderen Herstellern verkaufen wir noch in geringerem Umfang. Wir werden also auch in den nächsten Jahren beide Wege bestreiten. Außerdem macht es uns ja auch Spaß, Spiele zu produzieren. So schnell seid Ihr uns nicht los!
Das komplette EuroGamer Interview findet ihr HIER. Unsere, noch nicht freigegebenen Infos könnt ihr jedoch auch schon bald hier auf TF2News.de oder im F7C-Network lesen. Einen größeren Artikel zur Betrachtung der Aspekte von STEAMWORKS gibt es HIER.
Die Left 4 Dead Coverage-Kategorie findet ihr DORT.
Viel Spaß beim Stöbern!
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