 DFC Intelligence ist einer der dienstältesten Marktforscher in der Videospielindustrie. Seit 1995 beobachtet und untersucht das amerikanische Unternehmen die Spieleindustrie, ihre Kunden und die mit beiden verbundenen Entwicklungen. Eine sehr frische Untersuchung förderte einige sehr interessante Dinge zu Tage.
So hat Sony laut einer Sprecherin von DFC mit der aktuellen Konsolengeneration am meisten zu verlieren. Angesichts der aktuellen Verluste bei den Produktionskosten je Einheit könne man bei Sony nicht davon ausgehen, dass die PlayStation 3 innerhalb ihres normalen Lebenszyklus ihre Herstellungs- und Entwicklungskosten wieder einspielen würde. Auch bei den Marktanteilen macht sich dies bemerkbar. Hatte Sony zur Hochphase der PlayStation 2 einen Marktanteil von über 67%, werden es zum Ende der aktuellen Konsolengeneration maximal 40 bis 50 Prozent sein.
Gute Nachrichten gibt es dagegen für die oft totgesagte Plattform des PCs. Weil andere Marktforscher auf Basis reiner Verkaufszahlen den Untergang des PCs prophezeien, ignorierten sie, dass ausgerechnet hier viel schneller ein Übergang zum Online- oder Digitalvertrieb gesucht wurde, den viele Marktforscher nicht erfassten. Kalkuliert man dies mit ein, wächst der PC-Markt sogar gleichauf mit den steigenden Hardwareverkaufszahlen. Man erwarte, dass die PC-Userbasis in Asien etwa im Jahr 2010 die in Europa oder Nordamerika überflügeln werden. Nach Einschätzung der DFC liegt das mit dem PC verbundene Marktvolumen für 2008 bei 6,5 Milliarden Dollar.
"Neue Geschäftsmodelle beherrschen den Markt", so eine Sprecherin. Allein MMOs steuern 3,5 Milliarden und Casual Games 1,5 Milliarden Umsatz zum Gesamtvolumen bei. Das Advergaming, also durch Werbung finanzierte Spiele und Free-to-play-Titel würden zudem gewaltiges Wachstumspotential bieten. |