 Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) sprach in dieser Woche eine Warnung vor Chrome aus, dem neuen Browser aus dem Hause Google. Sprecher Matthias Gärtner sagte der "Berliner Zeitung", Chrome solle nicht für den allgemeinen Gebrauch eingesetzt werden. Chrome ist derzeit noch Beta-Software und damit grundsätzlich nicht für den Alltagsgebrauch geeignet. Die Veröffentlichung der Software sei problematisch auch wegen der bekannten Daten-Sammelleidenschaft seitens Google, die nicht nur Suchbegriffe, E-Mail-Verkehr und eine webbasierte Textverarbeitung, sondern nun auch Surfgewohnheiten eines Nutzers auswerten könnte.
Die Berliner Zeitung zitiert Gärtner mit den Worten "Aus sicherheitstechnischen Gründen ist die Anhäufung von Daten bei einem Anbieter kritisch." Diesen Eindrucken bestätigen eine Reihe von vorab und noch in dieser Woche bekanntgewordenen, teils kritischen Sicherheitslücken in Chrome. So kann etwa das Speichern einer Website über "Save as" oder "Speichern als" bei zu langem Namen in der Titelleiste oder zu langen Title-Tags im Quellcode zu einem Buffer Overflow führen, der es einem Angreifer ermöglicht, beliebigen Code auf der Plattform des Nutzers auszuführen. Zwar ist der Fehler in Version 0.2.149.29 bereits behoben, es mehren sich jedoch Vorwürfe, Google habe von den Problemen gewusst.
Um zu überprüfen, welche Chrome-Version eingesetzt wird, muss der Anwender auf den Schraubenschlüssel neben der Adressleiste klicken und dort "About Google Chrome" wählen. Bei gefundenen Updates informiert Chrome den Nutzer übrigens auch im Browserfenster. |