 Spätestens seit dem Ende der diesjährigen Electronic Entertainment Expo (E³) halten sich hartnäckige Gerüchte, die die Messe betreffen, sicher nicht zuletzt angestachelt durch anhaltende Kritik zahlreicher Aussteller und Besucher und das gänzliche Fehlen einiger Big Player wie Activision und Vivendi. War die erst vor wenigen Jahren beschlossene Neuausrichtung noch nicht ausreichend? War sie vielleicht sogar ein Schritt in die falsche Richtung? Jüngsten Gerüchten zufolge soll die Entertainment Software Association als Ausrichter der E³ darüber beraten, die Messe im Jahr 2009 für das Massenpublikum und nicht mehr nur für ein Fachpublikum aus Presse und Industrie zugänglich zu machen, wie derzeit bei Kotaku.com zu lesen ist.
Beim Versuch, den Gerüchten etwas Substanz zu verschaffen oder sie zu widerlegen, scheiterte Edge Online. Offebar verweigerte die ESA einen Kommentar zum jetzigen Zeitpunkt. Allerdings werde man zu gegebener Zeit eine Meldung über die Zukunft des "E³ Business and Media Summit 2009" herausgeben. Wie in jedem Jahr werde vorher das Feedback der Aussteller und andere Industrie- und Medienvertreter ausgewertet.
Zu den Kritikern der E³ in ihrer derzeitigen Form gehören Branchengrößen wie John Riccitiello, CEO von Electronic Arts, Laurent Detoc, Präsident von Ubisoft North America oder Will Wright, Lichtgestalt der Spielebranche und Spore-Erschaffer. Riccitielll wird dahingehend zitiert, dass der Weg entweder zurück zur E³ in alter Form gehen müsse oder man in Zukunft eigene, private Events veranstalten müsse. Diese Option hatte 2008 der neu geschaffene Branchenriese Activision Blizzard gewählt, der demonstrativ der E³ ferngeblieben war und stattdessen in der gleichen Juli-Woche eine eigene Veranstaltung ausgerichtet hatte. Schon früher in diesem Jahr hatte der Konzern auch die ESA verlassen.
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