Es muss nicht immer laut sein auf der Games Convention. Oftmals finden sich die kleinen Geheimtipps irgendwo am Rande, wo keiner mit ihnen so wirklich rechnet. In unserer
Übersicht haben wir euch schon auf das spannende Projekt GC Art: Digital Beauties hingewiesen. Der Stand findet sich in der Halle 2, Stand I41. Er ist sicher nicht so überlaufen wie manch ein anderer, aber dafür einer der interessantesten überhaupt. Es wird der Schönheit gehuldigt, wenn auch der künstlichen. Hier geht es nicht um Silikon, Botox oder Fettabsaugen, sondern um Bits und Bytes in Bestform, inszeniert von Künstlern, die ihr Handwerk verstehen und Freude daran haben ihre Arbeiten im Rahmen der Messe auszustellen.
Dabei spielt die Kunst mit dem Computer. Die Sonderschau Digital Beauties zeigt Beispiele dessen, was heute möglich ist und stellt den beeindruckten Betrachter immer wieder vor die eine Frage: Ist das, was ich sehr real oder nur virtuell? Eine Bildergalerie zeigt um die 20 herausragenden Arbeiten von nationalen und internationalen Künstlern aus der ganzen Welt. Die Ausstellung ist nicht nur für diejenigen interessant, welche gern Schönes sehen, sondern auch für junge Menschen, die sich vorstellen können, später in die Entwicklerbranche zu gehen. Auf der Games Convention 2008 hat jeder die Möglichkeit, selbst kreativ zu werden. Zu Beginn der Arbeiten steht immer eine Bleistiftskizze. Dabei ist es egal, ob man eine Computerspiel-Figur, eine Landschaft oder eine Gebäudearchitektur schaffen möchte. Die Skizze mit einfachsten Mitteln wird live von einem Künstler demonstriert.


Ein Concept Artist zeigt euch anschaulich die verschiedenen Arbeitsschritte und Techniken bei der Entwicklung einer Figur auf einem Blatt Papier bzw. auf der Leinwand, so dass hier schon Kunst entsteht. Die angefertigten Arbeiten dienen als Basis für die digitale Umsetzung in den 3D-Workshops. Der Gewinner der Auszeichnung
Animago 2006 in der Rubrik „Digital Beauties“, Ronny Jesse, erläutert persönlich in Workshops, wie man in vielen kleinen Schritten zu einem eigenen virtuellen „Charakter“ kommt. Für die Spielfiguren und ihre Animation wird übrigens die CryEngine 2 von den Frankfurter Entwicklern Crytek verwendet. Alle Termine der Workshops findet ihr
hier. Vorbeischauen lohnt sich in jedem Fall, könnt ihr doch mit den Künstlern direkt sprechen und euch gute Tipps geben lassen.


