Spiele und Themen » 07.09.2008 14:28
· Über Gore-Effekte und neue Taktiken in Brothers in Arms: Hell's Highway
Vor einigen Wochen noch lästerte ein Treyarch-Mitarbeiter ungeniert über das kommende Brothers in Arms: Hell's Highway, heute melden sich die Entwickler persönlich zu Wort, um die Vorzüge ihres Weltkriegsshooters beim Namen zu nennen und auf wesentliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger aufmerksam zu machen. Immerhin unterscheidet sich ihr Werk merkbar von der Call of Duty-Reihe.
Wer sich in der Weltkriegsshooter-Szene am allgegenwärtigen Call of Duty verbeischieben möchte, wird ein paar Asse im Ärmel haben müssen. Activisions Reihe dominiert das Szenario seit 2003 unangefochten. Selbst Medal of Honor- und Castle Wolfenstein-Auskopplungen vermochten es seither nicht, dem "Ruf der Pflicht" den Rang abzulaufen. Einen neuen Versuch unternimmt nun Gearbox Software und Ubisoft mit Brothers in Arms: Hell's Highway, das nun am 25. September erscheinen soll. Hat es tatsächlich das Zeug dazu ...?
Mehr Taktik und mehr Shooter
Einer der Kritikpunkte am Vorgänger war der, dass neben dem Befehligen des eigenen Squads kaum noch Zeit blieb, einmal selbst mit dem Schießknüppel in die Massen von Gegnern zu halten. Man sagte seinen Mitstreitern einfach, was sie zu tun hätten, der Rest geschah praktisch von alleine. So war das komplette Spiel durchspielbar, ohne auch nur einen Schuss aus der eigenen Waffe abgefeuert zu haben. Das soll in Hell's Highway anders werden. Zwar kommandiert der Spieler noch immer ein Team von GIs, schickt sie an strategisch vorteilhafte Positionen und befiehlt ihnen, bestimmte Häuser und Stellungen zu stürmen, soll aber darüber hinaus auch selbst den Abzug betätigen können. Und das nicht zu knapp ... Für Ego Shooter-Begeisterte natürlich unabdingbar.
Die Taktiken selbst sollten dabei so realitätsnah an Originalschachzüge des Militärs angelehnt sein, wie irgend möglich. Taktik meint also nicht, eine kleinere Kanone gegen eine größere einzutauschen, sondern den Squad, der einem untersteht, akkurat zu steuern.
Col. John Antal, Militärexperte der US-Army, erklärt, was das bedeutet. Demnach gilt es, vier Aufgaben so schnell wie möglich zu erfüllen: Findet den Gegner, zwingt ihn zur Aufmerksamkeit, flankiert ihn währenddessen und knipst ihn aus.
Zerstörbare Objekte
Battlefield Bad Company-Interessierte kennen das Feature bereits, Call of Duty verzichtet wahrscheinlich auch in World at War darauf. Brothers in Arms wird sich nun erstmals daran versuchen. Die Rede ist von einer zerstörbaren Umgebung, die euch dazu zwingt, schnell nach der passenden Deckung zu suchen. Ein einfacher Bretterzaun mag im ersten Moment wie ein sicheres Refugium aussehen. In dem Augenblick, in dem der Gegner darauf zu schießen beginnt, schwindet der vermeintlich sichere Schutz jedoch ganz fix. Das bedeutet, dass der Spieler fortwährend unter Druck steht, sein Team schnell zu befehligen und nicht zu lange an einer Stelle auszuharren.
Das umstrittene Gore-System
Die Gore-Effekte, die in Brothers of Arms ganz besonders stark in den Vordergrund zu rutschen scheinen, werden der deutschen USK mit Sicherheit Kopfzerbrechen bereiten. Den Machern lag allerdings viel daran, die Brutalität des Krieges in ihr Spiel zu integrieren. Die Begeisterung, die Executive Producer Randy Pitchford dafür aufbringt, wird hingegen nicht jeder teilen können.
#176384 · MWLL|AoP · 07.09.2008 14:50
Macht insgesamt einen sehr stimmigen Eindruck. Optisch, wie auch die Vorgänger, nicht wirklich beeindruckend, aber von der Atmosphäre her sehr dicht. Schade dass da wohl einmal mehr der Weg übers Ausland nötig ist.